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Österreichische Legion

 
Die "Österreichische Legion" ("ÖL") war eine paramilitärische Einheit österreichischer Nationalsozialismus|Nationalsozialisten im Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschen Reich. Sie bestand aus ins Deutsche Reich geflüchteten Nationalsozialisten und war dem Stabschef der Sturmabteilung|SA Viktor Lutze unmittelbar unterstellt.

Lager
Die Lager der sogenannten Österreichische Legion im Deutschen Reich werden auf zumindest zehn geschätzt, wobei im Kloster Lechfeld das erste und zentrale Lager errichtet wurde. Da das Kloster Lechfeld nicht wintertauglich war, aber laufend NS-Flüchtlinge aus Österreich nachkamen, wurde neben Bad Aibling ein neues Zentrallager errichtet, wo den Ex-Österreichern eine militärische Grundausbildung für Infanterie zukam. Im Lager Gerlenhofen|Senden-Gerlenhofen bei Ulm wurde ein Nachrichtensturm aufgebaut, wo die Legionäre auf geheimdienstliche Aufgaben in Österreich vorbereitet wurden. Im Lager Egmating bei München wurden motorisierte Stürme aufgebaut. In Langenargen wurde ein sogenanntes Erholungslager für Legionäre errichtet.Wolfgang Weber: 'Von Silbertal nach Sobibor. Über Josef Vallaster und den Nationalsozialismus im Montafon'. Rheticus-Gesellschaft, Feldkirch 2008 (= Heft 48/2008), ISBN 978-3-902601-07-0, Seite 34.

Geschichte
lückenhaft|Gründung
Schon im August 1933 zählte sie etwa 3.500 gut bewaffnete und ausgebildete Mitglieder. Hitler benutzte sie, um auf die österreichische Regierung Druck auszuüben. Während des Juliputsch|Juliputsches verbot er jedoch ein Eingreifen der Legion, um außenpolitischen Schaden abzuwenden. Dennoch überschritten in den Morgenstunden des 27. Juli 50 bis 60 Mitglieder der Österreichischen Legion bei Kollerschlag auf eigene Faust die Grenze, konnten jedoch zurückgeschlagen werden. Nach dem Scheitern des Putsches wuchs sie durch Flucht ins Reich auf etwa 9.000 Mitglieder. In Deutschland bereitete sich die Legion, ihrem Selbstverständnis folgend, für das militärische Eingreifen in Österreich vor.

Beim Anschluss Österreichs|Anschluss am 13. März 1938 wurde die Legion jedoch nicht herangezogen, es wurde zunächst festgelegt, dass sie überhaupt nicht nach Österreich zurückkehren dürfe. Durch eine Intervention bei Hitler erreichte jedoch der SA-Führer und Kommandant der Legion Hermann Reschny, dass sie Anfang April 1938 geschlossen und bewaffnet in die Donau- und Alpenreichsgaue|Ostmark, das vormalige Österreich, einmaschieren durfte. Durch diesen zeitlichen Abstand zum Anschluss war kein Zusammenhang mit diesem mehr herstellbar und für ihre Angehörigen ein Anspruch auf Positionen in der österreichischen NSDAP erschwert. Hintergrund dazu war, dass nach dem Anschluss die Parteistrukturen der österreichischen NSDAP liquidiert und die Führungspositionen neu besetzt wurden, um die zum Separatismus neigende Partei reichseinheitlich auszurichten. Nach ihrer Rückkehr wurde die Legion, etwa 10.000 Mann, abgerüstet, aufgelöst und weitgehend ins Berufsleben integriert.Gerhard Jagschitz: 'Von der „Bewegung“ zum Apparat. Zur Phänomenologie der NSDAP 1938 bis 1945' in Emmerich Talos, Ernst Hanisch, Wolfgang Neugebauer(Hrsg.): 'NS-Herrschaft in Österreich', Wien 1988, S. 730, ISBN 3-900351-84-8, S. 497.

Literatur
* Hans Schafranek: 'Söldner für den Anschluss. Die Österreichische Legion 1933-1938.' Czernin Verlag, Wien 2010, ISBN 978-3-7076-0331-6.

Siehe auch
* Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus

Einzelnachweise


DEFAULTSORT:Osterreichische Legion

Quelle:
Seitentitel:Österreichische Legion
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Bearbeitungsstand: 2010-12-31T12:23:09Z
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Datum des Abrufs: 15. Januar 2011, 12:00 UTC
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